Wissenschaftliche Studien zu Akne und Pickel

Pickel und Akne Studien

Du hast keinen Grund, wegen Akne und Pickeln den Kopf hängen zu lassen. Du musst Dir auch keine wenig tröstlichen Großmutter-Sprüche zu Herzen nehmen, die beispielsweise so lauten: „Das geht vorbei“ oder „Schönheit kommt von innen“.

Gegen Hautprobleme dieser Art existieren zahlreiche schnell wirksame Hausmittel, die innerlich wie äußerlich wirken. In schweren Fällen hat Dein Hautarzt einige gute Strategien auf Lager.

Information ist alles: Eine Reihe von Studien und Fachartikeln beleuchten die vielen verschiedenen Ursachen von Akne und neue Wege der Behandlung.

Häufigkeit und Schweregrade von Akne

Beispielsweise im „Ärzteblatt“ wurde 2014 ein umfassender Bericht über Häufigkeit, Erscheinungs- und Behandlungsformen der Akne vulgaris und verwandter Hauterkrankungen veröffentlicht. 15 oder 20 von 100 Jugendlichen oder jüngeren Menschen entwickeln Akne. Betroffen sind eher junge Männer als Frauen und Mädchen. Daneben gibt es Akne-Fälle, die auch in späteren Lebensjahren auftreten. Bei etwa 40% treten schwere Entzündungen auf, die anschließend zu Narben zu führen. Hier ist eine intensive Therapie notwendig, um Beschwerden und eine starke psychische Belastung zu begrenzen.

Tipp: Du kannst Dir in jedem Fall Hilfe und Rat beim Hautarzt holen. Dieser entscheidet, ob er die „schweren Geschütze“ auffährt oder ob Du Dich mit ausgewählter Spezial-Kosmetik und guter Pflege selbst erfolgreich behandeln kannst.

Allgemeines zu den Ursachen von Akne

Niemand ist „selbst schuld“ an Akne. Eine US-amerikanische Untersuchung aus 2012 sowie ein Artikel der Pharmazeutischen Zeitung Online von 2014 stellen mehrere Ursachen vor, die auf recht komplizierte Weise ineinandergreifen:

  • Eine „Verhornungsstörung“ führt dazu, dass bestimmte Hautzellen sich rascher reproduzieren und daher mehr abgestorbene Hautschüppchen als gewöhnlich anfallen. Diese verstopfen zwangsläufig die Talgdrüsen.
  • Hormonelles Ungleichgewicht beispielsweise in der Pubertät oder innerhalb des weiblichen Zyklus erwachsener Frauen führt zu vermehrter Talgproduktion und der besagten Verhornungsstörung.
  • Vermutlich eine Veranlagung zu bestimmten Reaktionen, beispielsweise eine Art Überempfindlichkeit auf die körpereigenen Hormone, verschärft diese Situation.
  • Die Bakterienflora der Hautoberfläche ist von Mensch zu Mensch anders beschaffen. Für gewöhnlich richten die Propionibacterium acnes beispielsweise keinen Schaden an – erst wenn andere Faktoren hinzukommen, tragen sie mit dazu bei, dass sich Hautunreinheiten entzünden.
  • Ernährungsfehler, beispielsweise zu viele Kohlehydrate oder andere Inhaltsstoffe, die die Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse ankurbeln.

Erfahrungsgemäß tragen auch starker Stress (gemäß einer US-Studie in den USA von 2003), Allergien auf bestimmte Kosmetika oder Umwelteinflüsse mit dazu bei, dass sich das Hautbild verschlechtert. Mehrere Gründe findest Du in unserem Artikel über die Ursachen von Pickel.

Alle diese Einflüsse entscheiden darüber, welche Therapie die beste Wirkung zeigt und wie nachhaltig sie ist.

Behandlungsmöglichkeiten von Akne

In den meisten Fällen genügt es, Akne und Pickel von außen mit Salben, Gels, Cremes oder Peelings zu Leibe zu rücken. Doch in schweren Fällen müssen unterstützend auch Präparate eingenommen werden, damit die Akne eingedämmt wird, bevor schwere Entzündungen der Haut mit bleibenden Narben sich ausbreiten. Auch darüber findest Du die wichtigsten Details im bereits verlinkten Artikel des Ärzteblattes. Dazu zählen:

  • Tetrazykline (Breitband-Antibiotika)
  • Retinoide – Verwandte des Vitamin A – sie verringern die Aktivität der Talgdrüsen und wirken entzündungshemmend
  • Hormonelle Verhütungsmittel bei Frauen und Mädchen: Sie dämmen einen Überschuss vor allem männlicher Sexualhormone ein und regulieren damit die Entstehung von Akne.

Im bereits verlinkten Artikel der Pharmazeutischen Zeitschrift Online werden auch viele wichtige Pflege- und Therapiemaßnahmen anschaulich aufgeführt, die Du selbst durchführen kannst. Dazu zählen beispielsweise

  • Die richtige Hautpflege und die Auswahl von Produkten, die die Talgdrüsen nicht zusätzlich verstopfen – nicht-komedogene Cremes beispielsweise oder Waschlotionen, die die Haut nicht über Gebühr austrocknen.
  • Hygiene: So gelangen weniger Bakterien an die empfindliche Haut.

Neuere Behandlungstrends (z. B. eine Studie aus 2005 vom Center for Dermatology Research and Department of Dermatology, USA) versuchen den Einsatz von Antibiotika gegen Akne zu vermeiden oder auf nur kurze Zeit zu beschränken. Der Grund sind zunehmende Resistenzen verschiedenster Bakterien, je öfter diese Medikamente eingenommen werden. Inzwischen stehen genügend andere Präparate zur innerlichen wie äußerlichen Anwendung zur Verfügung.

Kein Grund, Dich schlecht zu fühlen!

Dies ist nur ein kleiner Überblick über wissenschaftliche Artikel zu Ursache und Behandlung von Akne.

Deine Akne belastet Dich und Du fühlst Dich schlecht? Du bist nicht der einzige Mensch, der damit kämpft und Du tust das Richtige, wenn Du Dir fachmännische Hilfe und Rat holst. Möglichst, bevor Du dauerhaft Narben auf der Haut und in der Seele davonträgst.

Über den Autor

Felix Vogler

Felix Vogler ist dermatologischer Forscher und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass niemand mehr unreine Haut haben muss. Früher litt Felix selbst unter Akne, mittlerweile verhilft er den Lesern auf hautverliebt.de zur reinen Haut.

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