Pickel durch Stress? So wirst Du Stresspickel wieder los

Pickel durch Stress
Eine beinahe alltägliche Erfahrung: Egal ob vor Prüfungen, Vorstellungsgesprächen oder Dates – und immer dann, wenn Du vor lauter Aufregung oder Arbeit gar nicht mehr weißt, wo Dir der Kopf steht.

Schon „erblüht“ Deine Haut und produziert scheußliche Pickel. Sie können vereinzelt auftreten, oder aber eine echte Akne flackert auf.

Das trägt in keiner Weise dazu bei, die Situation zu entspannen, im Gegenteil. Zum Leistungsdruck gesellt sich noch ein ungutes Gefühl: Du befürchtest, dass Dein Gegenüber nur noch auf die Pickel starrt und Dich möglicherweise eher nach Deiner Erscheinung als nach Deinen übrigen Qualitäten beurteilt. Gleich, ob das nun stimmt oder nicht – Du wirst Dich wesentlich besser fühlen, wenn Du wirksam vorbeugen oder auffällige Pickel schnell loswerden lassen kannst.

Deswegen sorgt Stress für Hautprobleme

Direkte Zusammenhänge zwischen Stress und Pickeln belegt eine US-Studie aus dem Jahr 2002.

Bisher galt die Annahme, dass mehr Stress die Talgproduktion steigert – doch das scheint nicht die Ursache für mehr Akne und Pickel in einer angespannten Situation zu sein. Dagegen wurde beobachtet, dass Stress und seelischer Druck die Wundheilung um bis zu 40% verlangsamen und die Schmerzempfindlichkeit steigern. Auch andere Krankheitssymptome verstärken sich, etwa Schuppenflechte (Psoriasis) oder bestimmte Formen des Haarausfalls.
Besonders „Negativstress“, also Ärger, Frustration oder ein unüberschaubares Arbeitspensum, das unter großem Druck bewältigt werden muss, scheinen einen Akne-Ausbruch zu verstärken.

Möglicherweise wird der Organismus unter Stress von Glukokortikoiden, Adrenalin und verwandten Hormonen überflutet – sie alle haben nachweislich eine Auswirkung auf Akne. Außerdem werden vermutlich bestimmte neuro-aktive (die Nerven beeinflussenden) Substanzen in der Haut freigesetzt, die Entzündungsprozesse verstärken können.

Ebenfalls unter dem Einfluss dieser Stress-Hormone sinken die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Bakterien, die sich beständig auf der Haut befinden, aber im entspannten „Normalzustand“ keinen Schaden anrichten. Beispielsweise Streptococcus pyogenes nutzt jetzt jede Gelegenheit einer noch so winzigen Hautschädigung, um dort entzündliche Pickel zu produzieren.

Stress-Management für schönere Haut

Du kannst zwar erhöhtem Druck, Ärger, Kummer oder Prüfungsangst nicht immer aus dem Weg gehen, aber Du kannst Strategien entwickeln, damit umzugehen.

Das kannst Du tun, wenn es in Deinem Leben gerade „knüppeldick“ kommt:

  • Behalte Deine Hautpflege- und Hygiene-Rituale strikt bei. Dazu gehört beispielsweise regelmäßiges Händewaschen und das Entfernen von Make-Up, bevor Du schlafen gehst.
  • Vor allem im Schlaf regeneriert sich Deine Haut! Achte zumindest an Wochenenden auf ausreichend „Schönheitsschlaf“.
  • Vergiss nicht, stets genug zu trinken! Dein Kreislauf, Deine Konzentrationsfähigkeit und auch die Widerstandsfähigkeit Deiner Haut werden es Dir danken.
  • Nimm Dir Zeit zum Essen und vermeide kalorienreichen, fettigen „Junkfood“ mit ungesunden Zusätzen. Ebenso gehst Du stark zuckrigen Soft Drinks oder auch dem großzügigen Kalorien-Spender Alkohol besser aus dem Weg. Sie alle stehen im Verdacht, Akne und unreine Haut zu fördern. Warum? Mehr dazu findest Du bei „Richtige Ernährung bei Pickeln“.
  • Nikotin belastet bekanntlich die Haut sehr stark, die Durchblutung wird durch verengte Gefäße behindert. Die schon erwähnten körpereigenen Bakterien-Abwehrstoffe werden langsamer transportiert, Schadstoffe schlechter ausgeleitet. Wenn Du versuchst, Stress mit Hilfe von Zigaretten abzubauen, ist der Effekt kurzfristig und oberflächlich.
  • Du leidest extrem stark unter Leistungsdruck oder Prüfungsangst? Du nimmst Dir viele Dinge viel zu sehr zu Herzen? Möglicherweise bist Du nicht nur durch äußere Umstände bedrückt, sondern sogar leicht depressiv? Auch hier helfen beispielsweise frische Luft, gesunde Ernährung, körperliche Bewegung, Meditation oder autogenes Training. Und auf alle Fälle ist es legitim, Dir Experten-Hilfe zu holen, damit Du künftig besser mit belastenden Situationen fertig wirst.

Das kannst Du tun um Stresspickel loszuwerden

Es ist passiert – ausgerechnet in einer besonders kritischen Phase zieren auffällige Pickel und Akne Dein Gesicht und rauben Dir ein Stück Selbstsicherheit. Was jetzt? In der Liste der Hausmittel sind einige Methoden beschrieben, wie Du besonders auffällige Pickel über Nacht zum Rückzug zwingen kannst.

Dazu zählen beispielsweise Schwarztee-Beutel, die Du auf die betroffene Haut drückst, Zinksalbe, die über Nacht oft Wunder wirkt oder Eiswürfel.

Auch wenn Du immer eine Tube Gel oder Salbe mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid in Deiner Hausapotheke bereithältst, kannst Du spontane Akne-Attacken gut in Schach halten.
Damit dämmst Du Entzündungsprozesse ein, desinfizierst und bringst die Poren dazu, sich zusammenzuziehen.

Vermeide es, an Pickeln herumzudrücken – sie schwellen meist noch stärker an und die Druckstelle wird auffälliger.

Und schließlich ist es hilfreich, immer einen guten Abdeckstift oder Make-Up zur Hand zu haben.

Über den Autor

Felix Vogler

Felix Vogler ist dermatologischer Forscher und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass niemand mehr unreine Haut haben muss. Früher litt Felix selbst unter Akne, mittlerweile verhilft er den Lesern auf hautverliebt.de zur reinen Haut.

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