Pickel tut weh: Das kannst Du tun

Pickel tut weh
Du hast es sicher selbst schon beobachtet: Pickel, die weiße Spitzen bilden, also die Abfallprodukte des Entzündungsprozesses nach außen abgeben, sind selten schmerzhaft. Allenfalls lästig und hässlich anzusehen. Die wahren Monster dagegen sind rote Beulen unter der Haut und tun unheimlich weh.

Sie leuchten rot, stehen hervor und drücken schmerzhaft. Oft ist die Haut über diesen Pickeln so gespannt, dass Du sie kaum mit Make-Up verstecken kannst.

Wie entstehen schmerzhafte Pickel?

Die Entstehungsgeschichte aller Pickel, Akne und Mitesser ist gleich: Allzu viele abgestorbene Hautpartikel und zu viel Talg verstopfen die Talgdrüsen. Unter Einwirkung von Bakterien entzünden sich diese. Die Auslöser dafür sind Hormonschwankungen (z.B. durch die Schwangerschaft), Stoffwechsel-Veränderungen, Stress.

Bildet ein Pickel eine weiße Spitze aus, heißt das, er wird alsbald austrocknen und abheilen. Anders ist es, wenn die obere Hautschicht „geschlossen“ bleibt. Weil sich die Entzündung darunter keinen Weg nach draußen bahnen kann, wird es im Inneren der befallenen Talgdrüse buchstäblich eng. Im Fall der Acne conglobata verbreitet sich die Infektion unter der Oberhaut weiter und gräbt geradezu Gänge, in denen sich immer neue Fisteln bilden, die später noch Spuren in Form von Narben hinterlassen. Diese Fälle kann nur der Hautarzt wirksam behandeln.

Doch auch ein einzelner Pickel unter der Haut kann höchst unangenehm und schmerzhaft sein. Immer liegt eine Entzündung zugrunde, die möglichst aufgehalten werden muss.

Die Ursachen sind die gleichen wie bei allen anderen Pickeln und Mitessern: Talgdrüsen „verhornen“ – abgestorbenen Hautzellen können nicht entsprechend schnell abtransportiert werden. Schuld sind Hormon- und Stoffwechsel-Irritationen, sowie kleine Lücken in der Immunabwehr, so dass Bakterien auf und in der Haut Angriffspunkte finden.

Was hilft, und vor allem: Was nicht?

Was Du keinesfalls bei dicken, schmerzhaften Pickeln unter der Haut tun darfst: Versuche niemals, sie auszudrücken. Das funktioniert nur, wenn sich bereits Eiter abgekapselt und einen Weg zur Hautoberfläche gefunden hat. Und auch dann ist es riskant. Ansonsten quetschst Du das Gewebe und verteilst Bakterien bis in tiefere Hautschichten. Du kannst damit die Entstehung von Abszessen und sogar einer Blutvergiftung verursachen.

Du kannst nur versuchen, den Entzündungsprozess entweder zu beschleunigen oder nachhaltig zu stoppen.

Von außen kannst Du:

  • Kühlen, beispielsweise mit Eiswürfeln
  • Teebaumöl oder Benzoylperoxid auf den Pickel auftragen: Beides dringt tief ein und rückt gegen Bakterien und die Entzündung selbst vor.
  • Bei besonders großen, schmerzhaften Pickeln kannst Du eventuell Zugsalbe aus der Apotheke einsetzen. Aber Vorsicht: Sie riecht teer-artig und hinterlässt deutliche dunkelbraune Spuren auf der Haut.
  • Mit Hilfe von Wärme den kleinen Abszess aufweichen, damit er sich entleert. Kamillenteebeutel leisten dabei gute Dienste.

Innerlich kannst Du ein kombiniertes Vitamin C-Zinkpräparat verwenden: Es stärkt Deine Immunabwehr und hilft ihr, den kleinen Entzündungsherd unter Kontrolle zu bringen.

Dicke, große, schmerzhafte Pickel unter der Haut solltest Du auf keinen Fall versuchen auszudrücken, warte bis er sich zu Ende „entwickelt“. Ansonsten entsteht eine Entzündung, auch gibt es schwere Formen von Akne, die tiefe Narben hinterlassen.

Im Einzelfall kannst Du gut selbst damit fertig werden.

Prävention: So beugst Du Pickel vor, die weh tun

Die besten vorbeugenden Hausmittel gegen die Entstehung geschlossener, schmerzhafter Pickel kennst Du bereits:

  • Regelmäßige, schonende Hautreinigung
  • Gesichts-Dampfbäder, die die Poren öffnen
  • Pflegeprodukte, die speziell für empfindliche oder unreine Haut entwickelt wurden
  • Regelmäßiges Hände-Waschen und möglichst wenig mit den Händen ins Gesicht greifen
  • Ausreichend trinken (Wasser, Tee)
  • Gesunde frische Nahrungsmittel
  • Gutes Stress-Management und ausreichender Schlaf
Über den Autor

Felix Vogler

Felix Vogler ist dermatologischer Forscher und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass niemand mehr unreine Haut haben muss. Früher litt Felix selbst unter Akne, mittlerweile verhilft er den Lesern auf hautverliebt.de zur reinen Haut.

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