Pickel in der Schwangerschaft: Das hilft!

Pickel in der Schwangerschaft

Besonders im ersten Drittel einer Schwangerschaft tritt häufig das Gegenteil vom Erwarteten ein: Während viele Frauen zarte, reine Haut bekommen und förmlich aufblühen, entwickeln sich bei anderen Pickel und Akne.

Ein kleiner Trost, wenn es Dich trifft: Nach den ersten Monaten und spätestens nach der Geburt wird sich das Problem mit erneuten  Verschiebungen im Hormonspiegel von selbst lösen.

Mit guter Pflege und Ernährung kannst Du etwas gegensteuern, darfst aber nicht zu viel erwarten. Warum ist das so?

Warum tauchen Pickel und Akne wieder auf?

Bei einigen Frauen überwiegen in der Schwangerschaft leider die „Androgene“, männliche Sexualhormone. Bist Du entsprechend veranlagt, sorgen diese Hormone dafür, dass sich die Talgdrüsen der Haut vergrößern und mehr Hautfett produziert wird. Das wiederum kann zu einem Stau in diesen Talgdrüsen und unter Einfluss von Bakterien zu Pickeln und Akne-Pusteln führen.

Tipp: Hormonelle Akne lässt sich behandeln. Lies dazu den verlinkten Artikel.

Wenn Du ohnehin zu Akne neigst, kannst Du mit den bewährten Vorsichtsmaßnahmen und sorgfältiger Pflege etwas vorbeugen. Doch da die Ursache hauptsächlich die Folge eines veränderten Hormonhaushaltes ist, wirst Du „von außen“ nicht allzu viel tun können. Du kannst natürlich

  • ph-neutrale Reinigungsmittel für Deine Haut verwenden,
  • bei Cremes und Lotionen auf nicht-komedogene Bestandteile achten,
  • die Haut konsequent reinigen und pflegen, ohne sie dadurch auszutrocknen,
  • Dich gesund ernähren,
  • ausreichend trinken.

Das wird das Hautbild positiv beeinflussen. Doch wirklich abklingen wird die Akne erst, wenn sich die hormonellen Voraussetzungen wieder verändern. Das kann schon im nächsten Abschnitt Deiner Schwangerschaft der Fall sein, nach der Geburt oder in der Stillzeit eintreten.

Welche Behandlung ist in der Schwangerschaft möglich?

Alle Hausmittel gegen Pickel, die Du bereits kennst, darfst Du auch in der Schwangerschaft anwenden. Auch alle üblichen Pflegetipps sind hilfreich.

Sind die Pickel oder Akne jedoch so ausgeprägt, dass Du Dich wirklich schlecht fühlst, solltest Du das weitere Vorgehen mit Deinem Hautarzt abstimmen und Dir bei ihm Hilfe holen. Er wird dann sorgfältig Salben und eventuell Tabletten für Dich auswählen, die Du ohne Bedenken für Dein Kind einnehmen darfst.

Produkte, die Vitamin-A-Säure enthalten, haben zwar eine fabelhafte Wirkung gegen Akne, sie tragen quasi die Hautpartien mit  Verhornungsstörung ab und verhindern das Entstehen von Komedonen und damit der Grundlage weiterer Pickel. Einigen Studienergebnissen zu Folge können diese Präparate jedoch das Ungeborene schädigen oder sogar zu Fehlgeburten führen. Die Einnahme oder das Auftragen auf die Haut ist daher in der Schwangerschaft verboten.

Mittel wie Benzolylperoxid oder Erythromycin dagegen dürfen verwendet werden: Beide werden äußerlich auf die betroffene Haut aufgetragen.

Die Einnahme von milden Antibiotika, die die entzündeten Pickel bekämpfen, gehören beispielsweise zur Gruppe der Tetracycline. Bis zur 16. Schwangerschaftswoche kurzfristig angewendet, sind sie unbedenklich, sollten aber auf besonders heftige Akne-Attacken beschränkt bleiben.

Fazit: So wirst Du die Plagegeister wieder los

Keine Bange, die meisten Frauen bekommen in der Zeit der Erwartung eher schöne, zarte und reine Haut und ihr Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. In einigen Fällen gerät leider der Hormonhaushalt etwas durcheinander und Pickel und Akne treten vor allem in den ersten 16 Schwangerschaftswochen auf.

Du kannst jedoch sicher sein, dass Deine Haut im Verlauf der Schwangerschaft, spätestens aber nach der Geburt Deines Babys wieder schön glatt und rein wird. Die empfohlenen Mittel vom Hautarzt sind angezeigt, wenn die Akne wirklich heftig ausbricht und Du ohne Behandlung mit der Entstehung schlimmer Narben rechnen müsstest.

Über den Autor

Felix Vogler

Felix Vogler ist dermatologischer Forscher und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass niemand mehr unreine Haut haben muss. Früher litt Felix selbst unter Akne, mittlerweile verhilft er den Lesern auf hautverliebt.de zur reinen Haut.

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