Pickel im Mund: Ursachen und Behandlung

Du hast einen Pickel im Mund? Entweder auf der Zunge, an der Innenwand der Wange, am Zahnfleisch oder der Innenseite der Lippe? Das Ding tut richtig weh und stört Dich beim Essen, Trinken und Sprechen. Was um Himmels Willen ist das? Gibt es überhaupt Pickel im Mund?

Mit Akne auf der Haut haben diese Erscheinungen nichts gemeinsam. Sie bilden keine deutliche Schwellung. In der Mitte ist meist ein heller Fleck sichtbar, der aber nur aussieht wie eine Eiteransammlung. Es handelt sich um einen Fibrinbelag – Fibrin ist eine Eiweißverbindung, die bei der Blutgerinnung entsteht.

Das umgebende Gewebe ist stark gerötet und fühlt sich „wund“ an. Mediziner bezeichnen die schmerzhaften wunden Stellen im Mund als Aphten. Nur eine einzige Variante davon wird von Herpes-Viren verursacht. Alle anderen gehen auf Unverträglichkeitsreaktionen, Mangelerscheinungen oder auf einige spezielle Erkrankungen zurück. Sorgen machen musst Du Dir keinesfalls. Nur wenn Pickel im Mund regelmäßig, wieder und wieder oder in größerer Zahl auftauchen, ist es ratsam, einen Arzt zu fragen.

Bakterien oder Pilze spielen nachweislich keine Rolle bei ihrer Entstehung. Normalerweise heilen sie innerhalb von ein bis zwei Wochen von alleine wieder ab. Du kannst dabei aber mit einigen Hausmittelchen nachhelfen.

Pickel im Mund – die Ursachen von Aphten

Aphten bilden sich seltener auf der hochempfindlichen Zunge, häufiger an anderen Stellen der Mundschleimhaut. Ansteckend sind sie keinesfalls. Die Ursachen sind nicht eindeutig feststellbar. Sicher ist, dass Aphten in einigen Familien häufiger auftreten als in anderen. Auch Zöliakie-Patienten und Raucher werden öfter davon betroffen sind als andere.

  • Ein Mangel an Eisen, Vitamin B12, Zink oder Folsäure können zu Pickel im Mund führen. Tauchen sie öfter bei Dir auf, solltest Du Dein Blut untersuchen lassen und die fehlenden Vitamine und Mineralstoffe zuführen.
  • Möglicherweise reagierst Du besonders stark auf einige Nahrungsmittel, wie etwa Nüsse oder sehr säurehaltiges Obst. Gelegentlich können auch Rückstände im Obst solche Reaktionen auslösen, weniger die Fruchtsäure.
  • Im Wiederholungsfalle sollte Dein Arzt überprüfen, ob Du beispielsweise an Zöliakie leidest, einer angeborenen Unfähigkeit, das Klebereiweiß aus Getreide (Gluten) zu verarbeiten.
  • Nikotin und Alkohol erhöhen das Risiko, häufiger Aphten zu bekommen.

Das hilft gegen „Pickel im Mund“ – die Aphten.

Das „Gute“ an Aphten – niemand sieht sie von außen. Das Schlechte daran: Die hochsensible Mundschleimhaut signalisiert ständig Schmerzen, Wundsein und ein Fremdkörpergefühl im Mund. Das irritiert natürlich. Doch die im Folgenden aufgelisteten Hausmittelchen entspannen die Lage. Sie lindern die Schmerzen und lassen die seltsamen Bläschen im Mund schneller abheilen. Weil Bakterien eine untergeordnete Rolle spielen, geht es dabei vor allem um die entzündungshemmenden Eigenschaften der Aufgüsse, ätherischen Öle, Tees oder Früchte.

  • Nelken- oder Salbei-Öl helfen beispielsweise auch, bei Zahnfleischentzündung die Stunden bis zum Zahnarzttermin zu überstehen. Du kannst sie mit einem Wattestäbchen auf Aphten auftupfen oder mit Wasser vermischen und den Mund mit der Lösung spülen. Salzwasser hat eine ähnliche Wirkung.
  • Die enzymhaltige Papaya wirkt nicht nur wohltuend auf Magen und Darm, ihre Inhaltsstoffe sind auch dafür bekannt, Entzündungen entgegenzuwirken. Dazu musst Du nur mehrere Stückchen langsam zerkauen. Im Gegensatz dazu sind die empfohlenen Spülungen recht unlecker. Wirksam ist beides.
  • Du kannst einen Aufguss aus Kamille oder Kamillen-Tinktur aus der Apotheke für Mundspülungen verwenden. Entzündungshemmende Stoffe fördern die Heilung und lassen das wunde, schmerzhafte Gefühl abklingen.
  • Mit Grüntee kannst Du den Mund spülen, Du kannst den Tee aber auch trinken. Die Wirkung ist ähnlich der einer Spülung mit Kamille.
  • Aloe-Vera-Gel gibst Du zum Schmerzstillen mit einem Wattestäbchen auf die Aphte.
  • Auch Teebaumöl tupfst Du auf diese Weise auf. Teebaumöl kann die Haut leicht verätzen, sein intensiver Geschmack erzeugt bei einigen Menschen Übelkeit. Mache vor der Anwendung lieber erst einen vorsichtigen Schnuppertest. Auch Teebaumöl lässt verletzte, wunde Haut wesentlich schneller heilen und stoppt Entzündungsprozesse.
  • Aphten heilen im Regelfalle auch von alleine ab. Du kannst sie erfolgreich behandeln, wenn sie besonders schmerzhaft sind. Vermeide Alkohol oder stark säurehaltige Speisen, so lange Du darunter leidest. Eines solltest Du keinesfalls tun: Mit den Fingern daran herumzupfen. In dem Fall bringst Du tatsächlich Bakterien an die wunde Haut und verkomplizierst die Lage.

Aphten sind normalerweise selten und harmlos.

Aphten kannst Du beruhigt als „überwiegend harmlos“ einstufen, selbst dann, wenn sie wehtun und Dir unangenehm sind. Immerhin bleiben sie im Gegensatz zu Herpes oder Akne unsichtbar. Ansteckungsgefahr besteht nicht.

Mit Akne und Pickeln haben Aphten nur wenig gemeinsam. Zuweilen treten Aphten aber ebenso wie Pickeln in Zeiten von erhöhtem Stress auf.

Manche Menschen bekommen nur einmal im Leben eine Aphte, andere sind häufiger davon betroffen. Möglicherweise ist die Neigung dazu vererbbar. Falls sie immer wieder und gleichzeitig an mehreren Stellen im Mund auftauchen, ist es an der Zeit, einen Arzt zu fragen.

Über die Auslöser ist nicht viel bekannt. In einigen Fällen verhindert bereits die Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, dass sie wiederkommen. Verschiedene Erkrankungen erhöhen das Risiko, auch Aphten zu entwickeln.

Schreibe einen Kommentar