Pickel im Gesicht: Ursachen und Behandlung

Pickel und Akne im Gesicht. Die Aussicht, dass sie meist im Laufe der Pubertät wieder weg gehen, ist nur ein schwacher Trost. Dein Gesicht ist „ungeschützt“ allen Blicken ausgesetzt und entscheidet darüber, ob Du sympathisch wirkst oder nicht. Zarte glatte und makellose Gesichtshaut entspricht unserer Idealvorstellung von Schönheit. So lange die Akne sich kaum noch unter Abdeckstift und Make-Up verbergen lässt, fühlst Du Dich schlecht und würdest Dich am liebsten verkriechen.

Doch Du weißt inzwischen, dass es gegen Akne und Pickel im Gesicht erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten gibt. Außerdem solltest Du Dir bewusst machen, dass Deine Präsenz und Ausstrahlung ebenso wichtig sind wie die „äußere Schale“ – versuche also selbstbewusst zu bleiben. Du bekommst Deine schöne, glatte Haut zurück!

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Warum ausgerechnet im Gesicht?

Meist beginnen Pickel und Akne zuallererst im Gesicht. Mangelnde Balance der weiblichen und männlichen Hormone, Stressfaktoren, Essen und Trinken und ein wenig die „Veranlagung“ spielen zusammen. Die Zusammenhänge sind bekannt: „Verhornungsstörungen“ machen die Poren undurchlässig, die Talgdrüsen sind übermäßig produktiv. Eine Mischung aus abgestorbenen Hautpartikeln, Talg und Schweiß wird nicht mehr mühelos über die Haut abgestoßen, sondern bleibt in den Poren. Im Kontakt mit Sauerstoff färbt sich diese Substanz schwärzlich – hässliche Mitesser entstehen als Vorstufe für Pickel und Akne: Kleine Entzündungen auf und unter der Haut, wenn Bakterien aktiv werden.

Überall da, wo besonders viele Talgdrüsen sitzen, ist auch die Gefahr von Hautunreinheiten am größten. Das ist im Gesicht der Fall, wobei einige Zonen besonders stark, andere weniger betroffen sind. Aber auch am Rücken, auf der Brust, auf den Schultern und Oberarmen, am Haaransatz und auf der Kopfhaut besteht Akne-Risiko.

Im Gesicht ist die „T-Zone“ besonders kritisch: Die Region über der Nasenwurzel, der Nasenrücken, die Haut seitlich der Nase und das Kinn sind stark von Mitessern und Pickeln betroffen. Entlang des Unterkiefers und am Hals breiten sich Pickel häufig aus, und wenn eine Pubertätsakne auf ihrem Höhepunkt angelangt ist, ist meist das gesamte Gesicht in Mitleidenschaft gezogen.

Verschiedene Ursachen

Einige Dermatologen vermuten, dass die verschiedenen Ursachen der Akne sich daran ablesen lassen, welche Bereiche des Gesichts besonders von Pickeln befallen sind.

Pickel am Kinn, Hals und Unterkiefer

Mädchen und Frauen beobachten, dass sie vermehrt vor der Menstruation auftauchen. Hier sind überwiegend die Hormone schuld, die die Talgdrüsen zu Überaktivität anregen. In schweren Fällen kann Dir Dein Gynäkologe ein Hormonpräparat verordnen. Einige hormonelle Verhütungsmittel sind seit jeher dafür bekannt, ausgleichend zu wirken und für schöne Haut zu sorgen. Erfahrene Naturheilkundler erzielen gute Erfolge mit Präparaten, die beispielsweise Mönchspfeffer enthalten.

Besonders sorgfältige Gesichtspflege und reinigende Masken in der „kritischen Phase“ beugen Pickeln zudem vor.

Pickel an den Schläfen, am Haaransatz und vermehrt an der Stirn?

Achte darauf, ob Du diese Bereiche vollständig in die tägliche Gesichtsreinigung und Hautpflege mit einbeziehst. Benutze ein ph-neutrales Shampoo für die Haarwäsche und vermeide es, dass fettige Haare ins Gesicht hängen.

Pickel am Mund und Kinn

Isst Du gern Süßes, extrem Salziges oder Fettiges? Natürlich sind Pommes oder Chips lecker! Zu viel davon irritiert die Haut und bringt die Talgdrüsen übermäßig „in Fahrt“. Verzichte für einige Tage auf diese Dinge und warte ab, ob eine Besserung eintritt.

Einige Menschen reagieren auf bestimmte Nahrungsmittel mit Pickeln: Das ist eine indirekte Reaktion, wenn Verdauung und Stoffwechsel mit unverträglichen Bestandteilen belastet werden: „Stress“ für den Organismus. Das können Zusätze wie Geschmacksverstärker sein, Milcheiweiß oder Milchzucker (Laktose) oder Gluten. „Wissenschaftlich“ untersucht wurden diese Zusammenhänge noch nicht, aber zahlreiche Beobachtungen bestätigen den Verdacht.

Pickel an den Wangen?

Das muss nicht sein, denn hier sitzen weniger Talgdrüsen als in der T-Zone. Greifst Du Dir zu oft mit den Händen ins Gesicht? Benutzt Du eine Tagescreme, die Du nicht gut verträgst, oder zu viel Make-Up? Bakterien und verstopfte Poren wirken dann zusammen. Kaufe frisches (keimfreies) Creme-Make-Up und wähle eine Tagespflege, die ausdrücklich für empfindliche, unreine Haut geeignet ist. Hautklärende, beruhigende Gesichtsmasken kannst Du beispielsweise mit Quark oder Heilerde gut selbst herstellen.

Vergiss nicht, Telefonhörer, Handy, Smartphone sauber zu halten und zu desinfizieren. Wechsle regelmäßig den Waschlappen und gib ihn in die Kochwäsche (über 60 Grad lassen Bakterien keine Chance).

Pickel im Gesicht: Was sie bedeuten und wie Du sie unter Kontrolle bringst

Wie immer helfen gezielte Hautpflege und Hautreinigung gegen die Pickel und Akne im Gesicht. Die Mitesser (Komedonen) wirst Du am ehesten mit Gesichtsdampfbädern los oder indem Du in mehrere Sitzungen bei der medizinischen Kosmetik investiert.

Du kannst Pickeln und Mitessern mit Präparaten aus der Apotheke (Salicylsäure, Benzoylperoxid) oder mit diversen bewährten Hausmitteln zu Leibe rücken. In schweren Fällen solltest zum Hautarzt gehen, bevor ausgerechnet im Gesicht deutliche Narben bleiben.

Je nach der Gelegenheit, bei der die Hautunreinheiten verstärkt auftreten, kannst Du auf weitere Ursachen schließen und diese ausschalten: Sorge für ausreichenden Schlaf, gesunde Ernährung, gezielte Pflege und Hygiene. Auch viel Bewegung an der frischen Luft und Sonne auf der Haut helfen Dir, die Akne in den Griff zu bekommen.

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