Pickel auf der Kopfhaut: Ursachen und Behandlung

Die Pickel auf der Kopfhaut bilden sich häufig hinter dem Haaransatz oder im Nackenbereich. Zuweilen entsteht dabei auch Juckreiz.

Wer beispielsweise in der Pubertät an Akne leidet, wundert sich vielleicht auch über sein Haar, das trotz häufiger Haarwäschen beinahe jeden Tag fettig und ungepflegt aussieht. Damit sind wir bereits bei einer der wichtigsten Ursachen für Pickel auf der Kopfhaut.

Fettiges Haar und Hautprobleme sind häufig an Dein Allgemeinbefinden gekoppelt. Fühlst Du Dich körperlich oder seelisch unwohl, wird Dein Aussehen darunter leiden.

So kommt es zu Pickeln auf der Kopfhaut

Wie üblich, ist eine der Ursachen in verstopften, über-produktiven Talgdrüsen zu suchen. Hormonelles Ungleichgewicht, Ernährungsfehler, negative Umwelteinflüsse und Stress signalisieren den Talgdrüsen, aktiv zu werden.

Weitere mögliche Auslöser sind:

  • Trockene Heizungsluft und das Tragen von Mützen im Winter. Vielleicht bist Du besonders empfindlich, oder fährst weite Strecken in öffentlichen Verkehrsmitteln. Während die Mütze draußen Deine Ohren schön warm hält, ist sie in der U-Bahn oder im Bus eher kontraproduktiv. Sie klebt auf Deinen Haaren und Du beginnst, darunter zu schwitzen. Die Mischung aus Schweiß, Talg und abgestorbenen Hautpartikeln ergibt, schön warm gehalten, einen Nährboden für Bakterien. Schon gedeihen Pickel.
  • Du möchtest gern gepflegt aussehen und wäschst Dein schnell nachfettendes Jahr täglich und gründlich. Das ist verständlich. Dabei trocknen aber ungeeignete Shampoos in Kombination mit dem Föhn und zusätzlichen Pflegemitteln die Kopfhaut stark aus. Das veranlasst wiederum die Talgdrüsen, mehr Hautfett zu produzieren. Dieser Mechanismus ist immens wichtig, um die Haut gegen Umwelteinflüsse zu schützen. Doch in diesem Fall ist es zu viel des Guten!
  • Womöglich reagierst Du stark auf bestimmte Haarpflegemittel? Deine entwickelt eine Art Allergie?
  • Neben Hormonschwankungen sind womöglich Erkrankungen daran beteiligt, wenn Du Kopfhaut- und Haarprobleme bekommst. Fiebrige Infekte beispielsweise sorgen dafür, dass Du mehr als gewöhnlich schwitzt. Die Mischung aus Schweiß und verstärkter Talgabsonderung reizt die Kopfhaut.

Pickel auf der Kopfhaut bekämpfen

Vermutlich musst Du ein wenig herum-experimentieren, um der Ursache auf die Spur zu kommen. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Du überprüfen solltest. Keine gute Idee ist es, an den Pickeln herumzukratzen. Das kann zu schmerzhaften Entzündungen führen und hilft nicht, das Problem zu beheben. Das Ziel ist Nie wieder Pickel.

  • Mützen und Kopfbedeckungen: Die Haut einiger Menschen reagiert beispielsweise stark auf Schafwolle – sie beginnt zu jucken oder es entstehen Pickel. Probiere Baumwoll- oder Kunststoff-Fleece-Mützen. Sie sind leicht, Du wirst darunter weniger schwitzen und Du vermeidest den beschriebenen Woll-Effekt. Trage Mützen oder Stirnbänder zur bei Bedarf – bist Du im Warmen, nimmst Du sie ab. Das bringt zwar Deine Frisur durcheinander, schont aber auf Dauer Deine Kopfhaut.
  • Eine gute Erste-Hilfe-Maßnahme gegen Pickel auf der Kopfhaut ist eine Spülung mit Kamillensud. Dazu musst Du lediglich einige Kamillenteebeutel oder lose Blüten aus der Apotheke in lauwarmem Wasser ziehen lassen. Diesen Aufguss gießt Du über die frisch gewaschenen Haare und massierst ihn langsam in die Kopfhaut ein. Anschließendes Auswaschen ist nicht nötig. Wickle ein Handtuch um Dein Haar, so lange es tropfnass ist. Lasse es danach an der Luft trocken. Wie Teebaumöl wirkt Kamille desinfizierend, antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Gute Pflegeprodukte für Haar und Kopfhaut enthalten kaum Duftstoffe, dafür sind sie ph-neutral. Das heißt, sie bringen den natürlichen Zustand der Kopfhaut nicht durcheinander. PH-neutral heißt, die Pflegemittel „übersäuern“ die Haut nicht.
  • Wenn Du bemerkst, dass Dein Haar sich nach jeder Wäsche strohig und spröde anfühlt und die Spitzen sich spalten, ist das ein Hinweis auf ein zu „aggressives“ Shampoo. Es entfernt jede Spur von Talg und Hautfett aus dem Haar und von der Kopfhaut. Föhn, Trockenhaube oder das Bearbeiten der Kopfhaut mit Bürsten und Lockenstab stellen eine weitere Strapaze dar.Wähle ein ph-neutrales Shampoo. Einige Produkte enthalten beispielsweise Teebaumöl oder Arganöl. Teebaumöl desinfiziert und heilt bereits geschädigte Haut. Arganöl wirkt sanft rückfettend. Du wirst Dich schon nach kurzer Zeit über glänzendes, gepflegtes Haar freuen, das sich gut kämmen lässt. Überdies kannst Du Dich Schuppen, Pickeln auf der Kopfhaut, überfettigem Haar oder Spliss verabschieden. Die Talgproduktion normalisiert sich. Achte auf Bio-Produkte, in denen auch enthalten ist, was sie versprechen. Das kostet den einen oder anderen Euro mehr, aber die Investition lohnt sich.
    Du kannst wahlweise pures Arganöl kaufen und nach der Haarwäsche einige Tropfen davon in die Kopfhaut einmassieren. Das hat einen ähnlichen Effekt.
  • Verzichte für eine Weile auf Dauerwellen, Tönungen oder Färben, Lockenstäbe, extrem langes oder heißes Föhnen, Haarfestiger oder Haarsprays. So kann sich die überstrapazierte Kopfhaut erholen. Wenn Du diese Schritte nacheinander aus Deinem Styling-Programm nimmst, kannst Du herausfinden, was davon die Pickel auf der Kopfhaut ausgelöst haben könnte.

Fazit: So wirst Du Pickel auf der Kopfhaut wieder los.

Wähle ein Haut- und Haar schonendes, ph-neutrales Shampoo. Führe mindestens einmal pro Woche eine Kamillenspülung durch und verschone die Kopfhaut vor strapaziösen Aktionen. Bei Hautproblemen spielt immer auch das Gesamtbefinden mit. Finde „Störfaktoren“, die Stress erzeugen und versuche, sie auszuschalten.

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