Pickel an der Stirn und den Schläfen

Pickel an der Stirn und den Schläfen

Wusstest Du, dass Pickel und Akne in verschiedenen Gesichts-Regionen auch verschiedenen Ursachen zuordnen lassen? Viele ärgern sich regelmäßig über auffallende Pickel mitten auf der Stirn oder an den Schläfen.

Je nach Frisur kannst Du zwar hinter Deinen Haaren „Deckung finden“ – ein echter Ersatz für schöne, glatte Haut ist dies nicht! Der berüchtigte Monsterpickel direkt oberhalb der Nasenwurzel beispielsweise taucht regelmäßig vor einem aufregenden Date oder einem entscheidenden Vorstellungsgespräch auf! Du kannst ihn zwar mit Hilfe erprobter Hausmittel zum Rückzug zwingen und mit Make-Up abdecken.

Für eine Dauerlösung empfiehlt es sich, nach den tieferen Ursachen zu forschen. Das Gleiche gilt für Pickel und Akne an Schläfen und Haaransatz.


Problemzone Schläfen und Haaransatz

Auf dem Höhepunkt einer Pubertätsakne arbeiten die Talgdrüsen auf Hochtouren. Nicht nur die Hautporen im Gesicht neigen dazu, zu verstopfen und sich zu entzünden. Auch das Haar wird innerhalb eines Tages strähnig und fettig. Das Resultat sind besonders viele Pickel an den Schläfen und in der Übergangszone zwischen Gesicht und Haaransatz.

Es ist verständlich, wenn Du jetzt den verständlichen Drang hast, Dir täglich die Haare zu waschen. Schließlich willst Du gepflegt aussehen. Achte bei der Auswahl Deines Shampoos besonders darauf, dass es weder Haar noch Kopfhaut allzu sehr austrocknet. Es gibt milde Pflegeprodukte, die sich für den täglichen, sanften Einsatz besonders gut eignen.

Übrigens besänftigt eine sanfte Kopfhautmassage mit einem Tropfen Arganöl eine strapazierte Kopfhaut ebenso wie hyper-aktive Talgdrüsen! Probiere es aus!

Vorsicht mit Haargel, Fönlotion und ähnlichen Präparten: Sie können die Haut bis in den Bereich der Schläfe reizen. Bemerkst Du eine Hautreaktion nach der ersten Anwendung, verzichte lieber auf das Mittel.

Der Klassiker: Stress als Pickel-Auslöser auf der Stirn

Neben den Geschlechtshormonen spielen noch andere „Botenstoffe“ eine Rolle bei der Entstehung von Pickeln. Stehst Du stark unter Stress, schüttet Dein Körper Adrenalin aus. Das sorgt einerseits für erhöhte Leistungsfähigkeit und hilft Dir, Deine letzten Reserven zu mobilisieren. Andererseits werden selbst die Talgdrüsen in der Haut in Alarmbereitschaft versetzt. Das Resultat sind vor allem im Bereich der Stirn und der Nase oder Nasenwurzel verstopfte und entzündete Poren.
Aus diesem Grund sitzen in Zeiten höchster Aufregung und Erwartung auch pünktlich große Pickel in dieser Region. Immer dann, wenn Du besonders gut aussehen möchtest, weil es um Deine Ausbildung, Deinen Job oder ein Date mit der Liebe Deines Lebens geht, „explodiert“ Deine Haut förmlich?

Wenn Du diese Zeichen an Dir beobachtest, kannst Du künftig schon vorher reagieren und gut für Deine Haut sorgen, um vorzubeugen:

  • Achte auch in angespannten Zeiten auf ausreichend Schlaf, trinke genug und halte Maß bei Alkohol und Nikotin.
  • A propos Trinken: Empfehlenswert sind ungezuckerte Kräutertees, beispielsweise mit Brennnessel oder spezielle „basische“ Tees, die meist Schachtelhalmkraut und grünen Hafer enthalten. Sie schmecken überraschend gut und wirken entgiftend. Lecker im Sommer sind gekühlte Aufgüsse aus Ingwerwurzel und/oder Limettensaft. Verzichte auf stark gezuckerte Getränke. Kaffee ist zwar besser als sein Ruf. Du solltest aber nicht so viel davon trinken, dass Du nervös wirst und Schlafstörungen bekommst.
  • Du achtest nicht auf das, was Du isst? Das solltest Du ändern!
    Sehr fettige, salzige oder extrem süße Speisen können sich negativ auf die Haut auswirken. Schokolade hebt zwar zweifellos die Laune. Wenn Du sie trotzdem regelmäßig durch frisches Obst oder eine saftige Karotte ersetzt, sparst Du Zucker und Fett ein: Gut für Deine Haut und die Figur!
    Einige Hersteller haben mittlerweile Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe aus Fertig- oder Tiefkühlgerichten verbannt. Zu recht. Wer sensibel ist, reagiert mit unreiner Haut, Kopfschmerzen, Müdigkeit nach dem Essen und ähnlichen Symptomen. Alles Einbildung? Das ist möglich. Doch sehr viele Menschen fühlen sich besser, wenn sie ihr Essen selbst frisch zubereiten oder darauf achten, möglichst wenige der genannten Zusatzstoffe zu sich zu nehmen. Besagte frische Kost enthält zweifellos mehr Vitamine und Mineralstoffe. Die wiederum sorgen für reinere, gesündere Haut.
  • Auch in stressigen Phasen helfen Pflegerituale. Dazu gehört selbstverständlich das gründliche Abschminken und Reinigen des Gesichts am Abend.
  • Während Du badest, kannst Du eine hautklärende Maske im Gesicht wirken lassen.

Weitere Ursachen für Pickel auf Stirn und Schläfen

Sommerhitze und Schweiß können durchaus zu vermehrten Pickeln an Stirn und Schläfen führen. Du trägst beim Sport oder im Winter gegen die Kälte gern Stirnbänder oder Mützen? Wasche sie regelmäßig und gründlich: Die Rückstände von Talg und feuchtem Schweiß sind ein Nährboden für Bakterien.

Achte auch auf Gewohnheiten, Dir mit den Händen ins Gesicht, an die Schläfen und die Stirn zu fassen. Du bist tagsüber unterwegs und nutzt öffentliche Verkehrsmittel? Ohne Dir die Hände mit Seife zu waschen, solltest Du Dein Gesicht nicht berühren!

Wenn Du zu stark fettenden Haaren neigst, verzichte auf eine Pony-Frisur. Deine Haare sammeln Staub und Schmutz aus der Umgebung und können die Gesichtshaut reizen. Nutze schonende Pflegeprodukte, wasche Dir täglich die Haare und trage sie nach Möglichkeit aus der Stirn gekämmt, bis auch das Hautbild sich wieder bessert.

Achtung: Auch mit dem Handy oder Smartphone kannst Du Bakterien auf Deine Gesichtshaut bringen, entweder direkt oder auf dem Umweg über Deine Hände! Du kannst gar nicht pingelig genug sein, was die Hygiene, das Händewaschen und die Desinfektion täglich benutzter Gegenstände betrifft.

Über den Autor

Felix Vogler

Felix Vogler ist dermatologischer Forscher und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass niemand mehr unreine Haut haben muss. Früher litt Felix selbst unter Akne, mittlerweile verhilft er den Lesern auf hautverliebt.de zur reinen Haut.

1 Kommentar

Klicke hier, um einen Kommentar zu verfassen