Pickel am Rücken: Ursachen und Behandlung

Das hat gerade noch gefehlt – Pickel und Akne am Rücken, vielleicht noch an anderen Körperstellen, nicht nur im Gesicht? Mit einzelnen Exemplaren könntest Du ja noch leben, aber wenn Dir die Pusteln die Badesaison vergällen und Du Dich nicht mehr in die Sonne, an den See oder ins Schwimmbad getraust, ist Schluss mit lustig. Vielfach sind Jungen und Männer stärker davon betroffen als Mädchen. Lies im folgenden Artikel, warum Pickel am Rücken entstehen und was Du dagegen tun kannst.

Auslöser für Pickel am Rücken

Jungen und Mädchen in der Pubertät sind stark davon betroffen, junge Männer kämpfen öfter und länger mit diesem Problem – Pickeln und Akne auf dem Rücken, den Schultern, den Oberarmen oder der Brust. In diesen Körperregionen ist die Haut mit mehr Talgdrüsen ausgestattet als an anderen Stellen.

Stimmt das „Mengenverhältnis“ zwischen männlichen und weiblichen Hormonen nicht recht, gewinnt das Testosteron die Oberhand, drohen Verhornungsstörungen der Poren. Außerdem sind die Talgdrüsen in einer solchen Phase über-aktiv. Eine Mischung aus einem Überschuss an Hautfett, Schweiß und abgestorbenen Hautpartikeln die Poren. Einige Bakterien nutzen diesen „Nährboden“ und schon hast Du Akne am Rücken.

Mögliche Ursachen und was Du dagegen tun kannst

Ernährungsfehler, Vitamin- und Mineralstoffmangel

Wie ernährst Du Dich? Alkohol, Nikotin und allzu viele Süßes belasten den Stoffwechsel. Nimmst Du Dir zu wenig Zeit zum Essen? Wirfst Du Dir hastig einförmige Kantinen- oder Imbissbuden-Kost ein anstatt frisches Obst oder Gemüse zu essen? Versuche, Deine Gewohnheiten zu ändern. Reichlich Wasser und „reinigende“ Kräutertees sollten für eine Weile zuckerhaltige Soft-Drinks und das eine oder andere Bier ersetzen.

Du kannst auch sofort testen, was geschieht, wenn Du Hefeflocken und Vitamin B einnimmst. Vitamin C und Zink sind eine Kombination, die nicht nur Infektionen vorbeugt, sondern auch Verletzungen und Entzündungen schneller heilen lässt.

Schlafmangel und Stress

Du hast sicher schon beobachtet, welche Folgen Schlafmangel  für die Haut hat – egal ob lange Party-Nächte oder die stressige Vorbereitung auf Prüfungen daran schuld sind: Auch im Gesicht wirkt Deine Haut dann aufgequollen, großporiger und fettiger als gewöhnlich. Alle Arten von Stress für Deinen Organismus treiben die Talgdrüsen zu Höchstleistungen. In den Talgdrüsen sitzen nämlich unter anderem Rezeptoren für die Hormone, die durch Stress freigesetzt werden.

Die Haut verschlechtert sich, wenn der „Stress“ über längere Zeit anhält. Gleich ob Dein Gesicht oder andere Körperpartien betroffen sind.

Eine Überempfindlichkeit der Haut gegen Kleidung und Stoffe.

In unseren Breiten ist der Rücken meist von Kleidung bedeckt. Genau das kann zum Problem werden: Wenn Du  neue Unterwäsche, Hemden, Blusen, Shirts kaufst, gewöhne Dir an, sie vor dem ersten Tragen zu waschen. So schließt Du aus, dass unerwünschte Bakterien, Schmutz oder Chemikalien auf Deine Haut gelangen und sie reizen. Das muss weder zu Allergien noch zu Pickeln führen. Doch das Risiko lässt sich gut vermeiden.

Einige Menschen ertragen keine Synthetik auf der Haut, andere reagieren mit Juckreiz, Rötungen und Pickeln auf Schafwolle. Zugegeben, sie kratzt! Atmungsaktive Baumwollwäsche auf der Haut schützt davor.

Bettwäsche und Handtücher solltest Du übrigens regelmäßig mit mindestens 60 Grad waschen! Das tötet Bakterien ab und schützt Deine Haut!

Wähle zum Duschen und Baden ph-neutrale und rückfettende Produkte! Andernfalls störst Du den Säureschutzmantel der Haut und trocknest sie aus. Zu hohe Wassertemperatur beim Duschen oder Baden ist weiterer Grund für die Talgdrüsen, Sonderschichten einzulegen und die Poren zu verstopfen! Trockene Haut bedeutet keineswegs, dass Du gegen Pickel gefeit wärst. Das Gegenteil ist der Fall
An sich ist es gesund, kräftig zu schwitzen. Körperliche Arbeit oder Sport sind schweißtreibend. Die Haut wird besser durchblutet und mit dem Schweiß werden überschüssiger Talg und abgestorbene Hautpartikel aus den Poren geschwemmt. Doch wenn zu viel davon zu lange auf der Haut verweilt und die Wäsche durchtränkt, bilden sich vermehrt Pickel. Gründliches Duschen oder Baden und auch Saunagänge befreien und reinigen die Haut. Trockne Dich anschließend immer gründlich ab – auch Restfeuchtigkeit auf der Haut kann diese irritieren.

Ob das Chlorwasser im Schwimmbad wirklich Akne erzeugt, ist umstritten. Viele eifrige Schwimmer beobachten, dass ihre Haut sich grundsätzlich bessert. Schwimmen im Freien in Kombination mit Sonne sind eher heilsam für die Haut, so lange Du Dich vor Sonnenbrand hütest.
Viel sportliche Bewegung verbessert die Durchblutung der Haut, die Sonne „desinfiziert“. Alles in allem musst Du nicht besorgt sein, dass das Chlor im Schwimmbad Deiner Haut schadet. Vielerorts wird heutzutage auch Ozon statt Chlor zugesetzt, um die Wasserqualität konstant zu halten.

Pflegetipps und Gegenmittel

Pickel am Rücken auszudrücken ist nicht ratsam. Du siehst bestenfalls unter abenteuerlichen Verrenkungen, was Du da tust. Schlimmstenfalls erzeugst Du nur Kratzer auf der Haut oder quetschst Bakterien in bisher gesunde Hautareale. Die Wahrscheinlichkeit von Narben steigt. Tief unter der Haut sitzende, entzündete Pickel nehmen diese Behandlung besonders übel.

Im Handel gibt es Duschgels und Pflegelotionen für empfindliche Haut und Akne. Ein Wirkstoff ist Salicylsäure, die entzündungshemmend wirkt und die Hauterneuerung fördert. Eine Lotion, die Benzoylperoxid enthält, wirkt leicht „schälend“, weicht verhornte Poren auf und bekämpft Bakterien.
Vorsicht mit Sonnenbädern, wenn Du Präparate mit diesen Inhaltsstoffen anwendest, denn sie machen die Haut empfindlicher.
Häufig hilft es bereits, ein parfümfreies, ph-neutrales Duschgel zu verwenden, damit die Situation sich bessert.

Peelings am Rücken richtig anzuwenden dürfte beim Duschen schwierig werden, es sei denn, Du hast Hilfe. Vorsicht mit langstieligen Badebürsten – einige davon sind zu „derb“. Du kannst einen Wasch- oder Massagehandschuh über den Bürstenkopf  ziehen und damit das Duschgel aufschäumen, Peelings verteilen und wieder abbürsten. Du kannst auch einen speziellen Luffa-Massagegurt verwenden und so den gesamten Rücken „bearbeiten“.

Peelings lassen sich mit Heilerde, Natron, Meersalz und Zitronensaft preiswert selbst mischen und wöchentlich anwenden.

Schreibe einen Kommentar