Mallorca Akne loswerden

Mallorca Akne: Ursachen und Behandlung

Mallorca-Akne wird auch Sommerakne oder Acne aestivalis genannt und taucht dann auf, wenn du am wenigsten mit Hautproblemen rechnest: du hast Dir deinen Urlaub mit Sonne, Sand und Meer sauer genug verdient. Eigentlich wolltest du tagsüber knackig braun werden und am Abend die Party-Meile erkunden, abtanzen, flirten und dich attraktiv fühlen.

In vielen Fällen wird echte Akne durch Sonnenbäder besser und alte Narben weniger sichtbar. Vielleicht hast du für gewöhnlich auch schöne, glatte Haut – und ausgerechnet jetzt lässt sie dich im Stich? Was genau geschieht da?

So sieht die Malle Akne aus

Meist trifft die Mallorca-Akne Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, also nach der Pubertät. Sie schlägt anlässlich der ersten, heißersehnten Sonnenbäder des Jahres zu, wenn die Haut nach einem langen Winter noch blass ist.

Bei der Mallorca Akne oder Acne aestivalis bilden sich schon kurze Zeit nach den ersten Sonnenbädern kegelförmige Pickel überwiegend an den Außenseiten der Arme, im Gesicht, am Dekolleté und am Rücken, einige sogar an den Ober- und Unterschenkeln und einzelne am Bauch. Besonders fies: Sie jucken! Dafür treten sie seltener im Gesicht auf als gewöhnliche Akne.

Genau lässt sich die Entstehung der Mallorca Akne nicht erklären, doch offensichtlich liegt eine Überempfindlichkeit auf die langwellige UV-Strahlung vor. Denn ganz ähnliche Hautreaktionen können auftreten, wenn Hauterkrankungen beim Arzt mit UV-A- behandelt werden. Selbst eine Glasscheibe zwischen Dir und der Sonne schützt dich nicht, wenn du empfindlich auf UV-A (Was ist das?) reagierst.

Was genau ist Mallorca Akne und warum wird deine Haut im Urlaub oder grundsätzlich dann, wenn die Sonne scheint, nicht besser, sondern schlechter?

Das passiert mit deiner Haut

Die Mallorca Akne oder Acne aestivalis ist keine echte Akne, sondern eine Form der Sonnenallergie, eine Licht-Dermatose. Ihren Namen hat sie von sonnenhungrigen Nordeuropäern, die sich nach langen kalten Wintern wie du auf warme Strand-Wochen freuten. Sie schlägt immer dann zu, wenn blasse Haut ohne Vorbereitung mit intensiver langer UV-A-Strahlung konfrontiert wird.

Leider sucht sich die Mallorca-Akne dafür häufig (wenn auch nicht immer) Menschen aus, die ohnehin schon an fettiger, unreiner Haut oder Akne leiden. Die Mallorca-Akne führt übrigens nicht über die Vorstufe von Mitessern, Komedonen. Und die Pickel jucken, im Gegensatz zur gewöhnlichen Akne.

Vermutlich ist die langwellige UVA-Strahlung der Hauptauslöser: Sobald sie auf die Haut trifft, löst sie rote, runde und wie kleine Kegel geformte Pusteln mit Bläschen in der Mitte aus. Diese sind mit weißlich-gelber Flüssigkeit gefüllt und meist etwa so groß wie Stecknadelköpfe. Im Gegensatz zu Akne-Pusteln sitzen sie auf der Oberhaut und bilden keine schmerzhaften entzündlichen Schwellungen in tieferen Schichten. Dafür pflegen sie teuflisch zu jucken.

  • Eine Theorie besagt, dass die UV-Strahlen auf der Haut die Entstehung „freier Radikaler“ begünstigen. Das sind Abfallprodukte und Molekül-Stückchen von Zellen, die bei Stoffwechselprozessen entstehen und mit allen Arten anderer Zellen oder Zellfragmente unerwünschte Verbindungen eingehen.
  • Eine weitere Theorie geht von einem Übermaß von Propioni-Bakterien auf der Hautoberfläche aus. Diese Bakterien gehören an sich zur normalen Hautflora. Doch bei einigen Menschen sind mehr von ihnen vorhanden als üblich.
  • Auch die Inhaltsstoffe bestimmter Kosmetika zusammen mit dem eigenen Hautfett und der UVA-Strahlung stehen im Verdacht, eine unschöne Verbindung einzugehen. Doch die Veranlagung entscheidet darüber, wie empfindlich die Haut darauf reagiert. Bei Sonnenschutz und Aprés-Sun-Pflege entscheidet die Zusammensetzung: Sie sollten möglichst fettfrei und anti-allergen sein.

Doch warum auch immer die Mallorca Akne entsteht, sie ist kein Grund, sich die kostbare freie Zeit und den Sonnenschein vermiesen zu lassen! Es gibt Hausmittel und Wege der Vorbeugung und der Behandlung!

Checkliste: Erfolgreich Mallorca Akne vorbeugen

  • Wenn du weißt, dass du zu Sommer-Akne neigst, kannst du mit nur wenigen Kleinigkeiten der Entstehung vorbeugen.
  • Vermeide lange ungeschützte Sonnenbäder nach langen Pausen, beispielsweise unmittelbar nach dem Winter. Geh das ganze Jahr über viel ins Freie und gönne Dir in der kalten Jahreszeit ruhig ein oder zwei kurze, maßvolle Besuche im Solarium. Setze dich der Sonne nicht urplötzlich und ohne Vorbereitung aus, sondern gib deiner Haut die Chance, sich allmählich an mehr UV-Strahlung zu gewöhnen.
  • Schütze dich vor zu viel Sonne auf einmal. Das hilft Dir nicht nur, einen Sonnenbrand zu vermeiden, sondern auch, die empfindliche Haut nicht zu reizen und zu überfordern. Übrigens wirst du auch im Schatten braun – du musst dazu nicht buchstäblich in direkter Sonne braten!
  • Begreiflich, dass du Dir das Sonnenbaden nicht völlig versagen willst: Achte darauf, möglichst hautschonende Kosmetika zu benutzen. Stark fettende Sonnencremes beispielsweise und diverse Zusätze in Kosmetika (Bindemittel, duftstoffe) verstopfen die Poren. Wir die Haut noch zusätzlich durch die UV-Strahlung gereizt, bilden sich Pickel. du brauchst natürlich Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor – aber diese Präparate müssen in deinem Fall für empfindliche Haut besonders geeignet sein.
  • Schon Wochen bevor du in sonnige Gefilde reist, kannst du Präparate mit Vitamin A und Beta-Carotin einnehmen. du wirst nicht nur schneller und schöner bräunen, deine Haut wird auch etwas widerstandsfähiger gegen die Strahlung.
  • Oft hilft es, nach Möglichkeit kein Salzwasser auf der Haut trocknen zu lassen und auch verschwitzte Haut regelmäßig durch duschen mit (nicht salzigem!) Wasser zu reinigen.
Steffi Brand
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